Meine Universitären Forschungstätigkeiten:

Von Mai 2022 bis März 2026 habe ich an der Universität Paderborn im mediensoziologischen Teilprojekt des interdisziplinären und transregionalen Kompetenznetzes Meaningful Human Control. Autonome Waffensysteme zwischen Regulation und Reflexion (MEHUCO) militärische Imaginationen von autonomen Drohnenschwärmen und deren Implikationen für zukünftige Kriege untersucht. Schwerpunkt meiner Arbeit war die Entwicklung von Konzepten für eine verteilte Agency in komplexen Mensch-Maschine-Interaktion sowie die sich daraus ergebenden Konsequenzen für menschliche Kontrolle und Verantwortung. Zudem war ich für die Koordination des gesamten Forschungsverbundes zuständig. Dies beinhaltet u.a. die Organisation von Fellowships für Forschende aus dem Globalen Süden, durch deren Mitarbeit im Projekt die im Diskurs vorherrschende, westliche Perspektive dezentriert werden sollte. 

Von April 2020 bis März 2022 habe ich an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Rahmen des von mir geleiteten Projekts Künstliche Intelligenz und Zivile Sicherheit, für das ich bei der Fritz-Thyssen-Stiftung Drittmittel in Höhe von 195.000 Euro eingeworben habe, untersucht, wie an KI gerichtete Erwartungen und Befürchtungen die Zukunftsvision einer „menschenzentrierten und vertrauenswürdigen KI“ mobilisieren und wie diese Zukunftsvision die anwendungsorientierte Sicherheitsforschung in Deutschland strukturiert. Dazu beforschte ich drei anwendungsorientierte BMBF-Projekte, die in den Bereichen Rettungsrobotik, agentenbasierte Modellierung und Simulation von Pandemiedynamiken sowie automatisierte Detektion von Hasskriminalität im Internet angesiedelt waren. 

Von Mai 2019 bis Januar 2020 forschte ich in dem von der VolkswagenStiftung geförderten Projekt AI as ‘virtual citizens’ in a plural and dynamic society an der Fernuniversität in Hagen zusammen mit internationalen Partner*innen aus der Informatik an den Möglichkeiten, im Rahmen eines co-aktiven Lernansatzes moralische Urteilsprozesse in KI‑basierte Entscheidungsprozesse zu integrieren. 

Von April 2016 bis April 2019 erforschte ich im interdisziplinären BMBF-Projekt Resilienz durch Helfernetzwerke zur Bewältigung von Krisen und Katastrophen (RESIBES) am Centre for Security and Society der Albert‑Ludwigs‑Universität Freiburg die Konstituierung und Koordination virtueller Gemeinschaften von Spontanhelfer*innen mittels Sozialer Medien. Meine Aufgaben bestanden in der Evaluation von Katastrophenschutzübungen im Hinblick auf die dabei getesteten IKTs und die Rückspiegelung der Ergebnisse an die technischen Projektpartner. 

Im EU-FP7-Projekt Privacy-respecting and Ethically-guided Video Analytics in Security (VideoSense) stand die Frage nach den technologischen Möglichkeiten des Schutzes der Privatsphäre im Kontext algorithmischer Videoüberwachung im Vordergrund. Im sozialwissenschaftlichen Teilprojekt am Zentrum Technik und Gesellschaft der TU Berlin erforschte ich von Oktober 2013 bis April 2015 die gesellschaftlichen Kontextbedingungen und Grenzen eines solchen Ansatzes. U. a. führte ich eine ethnografische Studie zum Einsatz von Videoüberwachung von Fußballfans durch.

Das interdisziplinäre Projekt Mustererkennung und Video Tracking (MuViT) zielte auf die Analyse der Entwicklung und Implementierung algorithmischer Videoüberwachungssysteme aus sozialpsychologischer, ethischer, rechtswissenschaftlicher und soziologischer Perspektive. Im soziologischen Teilprojekt an der Universität Potsdam war ich von Mai 2011 bis September 2013 an der Analyse des öffentlichen Diskurses und der Rekonstruktion der Deutungsmuster der Entwickler*innen der Algorithmen und der potenziellen Anwender*innen der Technologie beteiligt. 

2011 wurde ich an der Friedrich-Schiller-Universität Jena mit "magna cum laude" promoviert. Die Promotion wurde durch ein Thüringer Landesgraduiertenstipendium gefördert und von Prof. Dr. Hartmut Rosa und Prof. Dr. Stephan Lessenich betreut. Meine Dissertation Die Regierung des Konsums untersucht ausgehend von Foucaults Konzept der Gouvernementalität in historischer Perspektive Konsum als Anknüpfungspunkt unterschiedlicher sozialer Ordnungsvorstellungen, ökonomischer Rationalitäten und Sozialpolitiken. 

Akademische Ausbildung

10/1999 - 10/2005

Studium der Soziologie (HF), 
Politikwissenschaft (NF) und 
Philosophie (NF) an der 
Friedrich Schiller Universität Jena
Gesamtnote: 1,1

9/2003 - 3/2004

Studium der „Études Européennes“ an der Université de la Sorbonne Nouvelle – Paris 3 im Rahmen des Erasmusaustauschprogramms

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